Niccolò Paganini - Sergej Vassilenko, Violine - Ulrich Rasche, Gitarre
Niccolo Paganini
Die Musik
Sergej Vassilenko
Ulrich Rasche
Programm
Paganini in Ansbach
Pressestimmen
Pressematerial
 
Niccolò Paganini, Genua, Geige, italienischer Violinist und Komponist,
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						Halbton, Konzert Nr II La campanella H moll, Variationen über »God Save the King«, 
						Konzert-Allegro Moto perpetuo op. 11, Niccolò Paganini, Variationen über »Non piü mesta« 
						op. 12 (aus Rossinis »Cenerentola«), I palpiti op. 13 (Variationen über »Di tanti palpiti« 
						aus Rossinis »Tancredi«), V ariationen Il Carnevale di Venezia, Variationen durch alle Tonarten über das genuesische 
						Volkslied »Barucabà«, Violinkonzerte, Niccolò Paganini, Kammermusik, Quartette für Violine, 
						Viola, Gitarre und Violoncello, Orchester-Divertimento »Paganiniana«, moderne Gitarrstik, Niccolò Paganini, 
						der berühmte Virtuose, Kunst, Gitarrenwerke, Sonaten für Violine und Gitarre, Geiger, Gitarre mit Streichinstrumenten, 
						die Violine und ihre Meister, exzentrisch, Cantabile, Adagio flebile con sentimento, Sonata concertata, Duetto Amoroso, INTRODUZIONE, 
						TEMA con VARIAZIONI, "La Molinara" di G. Paisiello, SOLO VIOLINO, Centone di Sonate Nr.1 Sergej Vassilenko, Violine,
						 internationaler Lysenko – Wettbewerb, gesamtsowjetischer Wettbewerb, Moskauer Hochschule, Niccolò Paganini, 
						 Solist und Konzertmeister, Saulus Sandezkis, Matthias Eisenberg, Sonja Prunnbauer, Ulrich Rasche, Gitarre, Prof. Sonja Prunnbauer, 
						 Solokonzerte, Kammermusik, Orchesterkonzerte, Niccolò Paganini, Liedbegleitung, Koproduktionen eigener Musik, Bayerischer Rundfunk, 
						 Internationalen Gitarrenkonzerte Ansbach

FLZ Nr. 94 Dienstag, 24. April 2007

Vassilenko und Rasche gaben Paganini-Konzert in Ansbach
Himmlische Lauterkeit
Schwingende Kantilenen - Virtuosität und Galanterie


    ANSBACH - Dieser Tribut an den „Teufelsgeiger“ war überfällig, denn eine lebenslange Liebe Niccolò Paganinis galt der Gitarre, die erst in seiner Generation die Laute als Begleit-
ins trument überflügelte. Am Sonntag würdigte Sergej Vassilenko (Violine) und Ulrich Rasche (Gitarre) in der Karlshalle jenes Lebenswerk des Meisters, welches beiden Saiten-instrumenten geradezu gleichrangig gewidmet ist - und erinnerten taktvoll an seine Liaison mit einer 26 Jahre jüngeren verheirateten Ansbacherin.

 Galant und engelhaft beschworen die frühen Sonatinen eine Jugendzeit, in der statt des ehrwürdigen Kontrapunkts leichte, tänzerische Figuren, Verbeugungen und Handküsse in einer stets variierten und modulierten Floskelsprache in Dur und Moll die Klangrede bestimmten.
  Die Lauterkeit und Durchsichtigkeit des Spiels beider Virtuosen ließe hier vom ,,doppelten Paganini" sprechen, der im Spiel beider Instrumente mit ganzer Seele präsent war.
Die romantische Sehnsucht und Wehmut brach dann mit voller Kraft ein im „Adagio flebile con sentimento“ aus dem vierten Violinkonzert, das der Arrangeur Johannes Schwinn wieder
in die vermutliche Urbesetzung zurückgeführt hatte - und welches auf Grund brieflicher Hinweise auf jene Feuerbach-Tochter Helene von Dobeneck als Muse deutete.

 ,,Flebile" bedeutet ,,wehmütig, weinerlich, flennend" - doch mit maiestätischer Würde in himmlischen Höhen, oft in Terzen mit schwelgerischen, an Bellinis Opern erinnernden Längen eine unsterbliche Verklärung jener gar nicht leichten Beziehung.
  Vollkommen gleichberechtigt und perfekt aufeinander eingestimmt konzertierte das Duo in dem alle Phasen der Liebe vom ersten Wink bis zur Trennung und Abreise durchlaufenden
,,Duetto Amoroso". Die Gitarre war hier oft der Gesprächspartner, kanonisch oder gegen- läufig oder auslösend, die Geige eher die launische Diva. Die Reifung des Ausdrucks und ungewöhnliche spieltechnischer Effekte belegten mehrere Sonaten, darunter das erste temperamentvolle Stück der Sammlung ,,Centone di Sonate".
  Vassilenko konnte in einem Solovortrag von Paganinis Variationen über Giovanni Paisiellos Arie ,,Nel cor piu non mi sento“ nicht nur die atemberaubende Palette sämtlicher Kunstgriffe
des ,,Teufelsgeigers" ausschöpfen, sondern dem Wesen des ganzen Belcanto-Zeitalters ein Denkmal setzen mit einer Intensität eines Interpreten, der im Zeitalter der großen Kantile- nen seine Heimat findet.
  Stürmischer Beifall aus dem gut besetzten Saal brachte noch ein schwelgerisches ,,Cantabile“ unter zwei Zugaben - der Geist des Meisters schien noch einmal in Ansbach zu weilen.
Ingo Bathow

Sergej Vassilenko, Violine - Ulrich Rasche, Gitarre, Paganini
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